Raus aus den Jogginghosen – zurück ins Office?

Wie viel Homeoffice bleibt nach der Pandemie?

Vor mittlerweile zwei Jahren, mussten wir urplötzlich auf Remote-Work aus den eigenen vier Wänden umsteigen und von zu Hause aus zu arbeiten ist für Millionen von Menschen rasch zur neuen Normalität geworden. Denn Mitarbeitende wie Unternehmen haben schnell erkannt, dass es für viele Tätigkeiten nicht zwingend notwendig war, das Firmengebäude zu betreten. Diese neugewonnene Freiheit haben viele Beschäftigte zu schätzen gelernt und wollen jetzt auch unabhängig von der Pandemie von zu Hause aus arbeiten.

Mit den letzten Lockerungen der Corona-Maßnahmen rückt auch die Rückkehr in die Büros in vielen Firmen näher, wenn die Mitarbeitenden nicht ohnehin schon zurück am Arbeitsplatz sind. Doch ist das wirklich sinnvoll? Ganz außer Acht lassen lässt sich das aktuelle Infektionsgeschehen noch nicht, im Büro braucht es weiterhin Hygienekonzepte und gute Sicherheitsmaßnahmen. Ein Hybridmodell mit einem gesunden Mix aus Remote Work und Präsenz im Büro könnte die Lösung sein, denn da jede Medaille bekanntlich zwei Seiten hat, sprechen auch einige Argumente für bzw. gegen das Arbeiten in den eigenen vier Wänden.

Erhöhte Produktivität oder genau das Gegenteil

Die Kolleg*innen halten einen kurzen Plausch und ständig klingelt ein Telefon: der Lärmpegel in Büros ist hoch, dabei ist es oft schwierig sich zu konzentrieren. Das können Sie im Homeoffice umgehen, niemand ist da, der Sie ablenken könnte – so können Sie in Ruhe arbeiten.

Doch zu Hause warten andere Ablenkungen: schmutziges Geschirr in der Spüle oder ein großer Wäscheberg, der geradezu danach schreit, gewaschen zu werden. Ein hohes Maß an Selbstdisziplin ist obligatorisch, denn Vorgesetzte müssen darauf vertrauen, dass Mitarbeitende Ihr Pensum erledigen und Ihren Aufgaben auch wirklich nachgehen.

Bessere Work-Life-Balance oder ein Verschwimmen von Grenzen

Durch das Wegfallen von Arbeitswegen lässt sich wertvolle Zeit sparen: Langschläfer können länger in den Federn bleiben und Early Birds können flexibel direkt mit der Arbeit starten, auch wenn es gerade erst 5 Uhr morgens ist. Früh oder Feierabendverkehr oder lange Fahrten in überfüllten U-Bahnen fallen, somit bleibt mehr Zeit für Familie oder Hobbies.

Auch beim täglichen Styling Zeit lässt sich Zeit sparen. Denn seien wir mal ehrlich, wer von uns ist nicht zumindest einmal, getreu dem Motto „oben hui, unten pfui“, in elegantem Oberteil und (unentdeckt) in Jogginghosen in einer Videokonferenz erschienen.

Wenn Arbeit und Leben am selben Ort stattfinden, ist aber auch die Gefahr hoch, dass die klare Trennung von Arbeit und Privatlebe aufgehoben wird. Ständige Erreichbarkeit, nach dem Abendessen noch kurz Mails zu checken oder nachts die ein oder andere Powerpoint Präsentation zu finalisieren wird schnell zur Gewohnheit.

So angenehm die Möglichkeiten des mobilen Arbeitens auch sein mögen – letzten Endes sind wir Menschen gern in Gesellschaft und wer die meiste Zeit oder sogar ausschließlich im Homeoffice arbeitet, verpasst auch die netten Gespräche unter Kollegen und den regelmäßigen persönlichen Austausch.

Sind Sie bereit für eine Rückkehr ins Office? Lassen Sie uns in den Kommentaren an Ihren Gedanken teilhaben!

Ich werde einerseits Fragen in Videocalls wie „Könnt Ihr meinen Bildschirm sehen?“ oder „Könnt Ihr mich alle hören?“ sehr vermissen, freue mich aber auch unendlich auf den regelmäßigen persönlichen Austausch mit meinen Vorgesetzten und Kolleg*innen in unserem gemütlichen Büro.

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Autorin: Melanie Hill

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