Sellcruiting statt Recruiting – der harte Kampf um Talente

Nach dem letzten Beitrag zu Boomerang Recruiting, wollen wir einen weiteren Recruiting Trend genauer betrachten: sogenanntes Sellcruiting. Ein Kompositum aus den Begriffen „Selling“ und „Recruiting“.

In der HR-Branche findet seit einiger Zeit ein Paradigmenwechsel statt. Aus einem Arbeitgeber- ist ein Arbeitnehmermarkt geworden. Für uns Recruiter*innen bedeutet das, zu Verkäufer*innen zu werden, der Job ist unser Produkt, Bewerber*innen werden zu Kund*innen.

Überall mangelt es an Fachkräften, Recruiter*innen haben immer mehr mit mangelnden Bewerbungen auf Stellenausschreibungen zu kämpfen – womöglich ist hier ein Umdenken angebracht. Wie können wir potentielle Bewerber*innen auf unsere Stellenangebote aufmerksam machen? Richtig, wir müssen unsere Jobangebote gut verkaufen!

Und dies nicht erst im Bewerbungsgespräch, sondern bereits lange im Voraus. Sobald uns ein Stellenprofil bekannt ist, müssen wir uns auf die Suche nach geeigneten Kandidat*innen begeben. Social Media und Active Sourcing machen die Identifikation passender Persönlichkeiten mittlerweile recht einfach, doch wie motivieren wir sie für ein Gespräch, auch wenn die identifizierten Talente glücklich in ihrem aktuellen Job sind und sich womöglich vor Jobangeboten kaum retten können?

Es gilt die richtigen Argumente vorzulegen und zielgruppenspezifisch ein gutes Job-Produkt zu schaffen. Die Zielgruppe der Talente muss verstanden und in ihrer konkreten Bedürfnislage abgeholt werden. Dafür haben wir meist nur wenige Zeilen in einer Nachricht oder einem Stelleninserat oder wenige Minuten am Telefon für unseren ersten Pitch zur Verfügung. Dafür ist es wichtig, bereits im Vorhinein die USPs des Unternehmens und er angebotenen Stelle auszuarbeiten.

Was zeichnet unser Unternehmen und diese Stelle aus? Welche Alleinstellungsmerkmale heben unser Angebot aus der Masse hervor?

In dieser kurzen Nachricht, dem Jobinserat oder einem kurzen Telefonat müssen wir den*die potentielle*n Bewerber*in davon überzeugen, dass der angebotene Job genau das ist, was er*sie braucht oder sich wünscht.

Die Wünsche und Bedürfnisse von Bewerber*innen müssen dann auch im Bewerbungsgespräch eine wichtige Rolle spielen. Durch ein Gespräch auf Augenhöhe sowie gezielte Situations- und Wunschfragen können wir Wechselbedingungen abklären und anschließend die Vorzüge des Unternehmens und des Angebots situationsspezifisch anpreisen.

Abschließend ist es zudem von großer Wichtigkeit, den Entscheidungsprozess nicht zu lange hinauszuzögern, denn um die nächste Ecke wartet wahrscheinlich bereits ein*e weiter*e Sellcruiter*in mit einem attraktiven Jobangebot!

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(c) Catarina Feichtl

Sellcruiting statt Recruiting – der harte Kampf um Talente

von Melanie Hill

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